EDEN – The Rhythm Poem

 

It is all a rhythm,

from the shutting

door, to the window

opening,

 

the seasons, the sun’s

light, the moon,

the oceans, the

growing of things,

 

the mind in men

personal, recurring

in them again,

thinking the end

 

is not the end, the

time returning,

themselves dead but

someone else coming.

 

If in death I am dead,

then in life also

dying, dying…

And the women cry and die.

 

The little children

grown only to old men.

The grass dries,

the force goes.

 

But is met by another

returning, oh not mine,

not mine, and

in turn dies.

 

The rhythm which projects

from itself continuity

bending all to its force

from window to door,

from ceiling to floor,

light at the opening,

dark at the closing.

 

(The End by  Robert Creeley)

 

Konklusion: Mia Hansen-Love, die Ehefrau von Olivier Assayas (Carlos, Clouds of Sils Maria) inszeniert in ihrem 4ten Spielfilm einen epischen Abgesang auf die hedonistische Clubszene der 90-ier Jahre und verknüpft diesen direkt mit den Ursprüngen der französischen Electro- und Houseszene und indirekt mit der Geschichte von „Daft Punk“. Unter einer radikalen Verweigerung eines klassischen Spannungsbogens in der Erzählung einerseits aber auch unter Weglassung von inszenatorischen Zuspitzungen oder Dramatisierungen anderseits, zeichnet „Eden“ fast schon dokumentarisch über 2 Dekaden den Aufstieg und Fall des DJ’s Paul (inspiriert vom Bruder von Hansen-Love, welcher ein DJ der French-Touch-Szene war) nach, welcher zur selben Zeit wie seine Kumpels Thomas und Guy-Man (Daft Punk), Anfangs der 90-ier Jahre, mit seinem DJ Duo „Cheers“ in der Pariser Nachtclubszene und später auch in den USA Erfolge feiert, aufgrund seinem Verharren auf dem Status Quo sprich fehlender Erneuerung seines musikalischen Oeuvres nach dem Milleniumswechsel aber seinen schleichenden Untergang einläutet, welcher durch seinen zunehmenden Drogenkonsum, fehlendem persönlichem Antrieb und wechselnden amourösen Beziehung noch beschleunigt wird, bis ihn die finanzielle Notlage zu einer Neuorientierung zwingt. Dies stetig begleitet, aufgrund des zunehmenden internationalen Erfolges seiner ehemaligen Weggefährten, mit einer quasi musikalischen Omnipräsenz von Daft Punk.  „Eden“ ist ein schmerzhaft schöner Trip in die noch nicht allzu lang zurückliegenden Vergangenheit für die Vertreter der Generation X, welcher die angeboren zu scheinende Orientierungslosigkeit und Unentschlossenheit dieses Jahrgangs auch filmisch konsequent und dadurch teilweise ungewohnt ereignislos darstellt, durch die eingefangene Poesie der flüchtigen Momente aber die hoffnungslos melancholische Monotonie schlussendlich in eine zarte Zuversicht zu wandeln vermag.

Und seien Sie versichert, wenn das nächste Mal irgendwo ein Song von Daft Punk ertönt, werden unweigerlich die Bilder der verlorenen Epoche von Hansen-Love vor Ihrem inneren Auge wieder ablaufen. Auch lange nachdem Sie den Film gesehen haben. One more time.

Prescription for: existential crisis, hedonism, drug habit, scheme of life, relationship conflict, transitoriness of life

Listen to: Eden – Orginal Motion Picture Soundtrack (Various artists incl. Frankie Knuckles, Daft Punk, Crystal Waters etc.)

Eden, F 2014, 131 min. Regie: Mia Hansen-Løve. Mit Félix de Givry, Pauline Etienne, Greta Gerwig, Arsinée Khanjian

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