The Irish way of the cross – Calvary

Der Mann hinter dem vergitterten Innenraum in dem Beichtstuhl drückt sich gegenüber dem der Beichte abnehmenden irischen Priester klar aus. Er wird ihn am nächsten Sonntag erschiessen und erwartet ihn zur diesbezüglichen Ausführung am nahen Strand. Ebenso klar formuliert er sein Motiv. Er wurde als Kind jahrelang sexuell geschändet von einem anderen Priester, der zwar schon lange tot ist, aber um ein Zeichen zu setzen, dass auch vernommen wird, wird er ihn, den in der Gemeinschaft geschätzten, moralisch integren und den sich nichts zuschulden lassenden Dorfpriester, stellvertretend für die gesamte katholische Kirche umbringen. Auf das aufgewühlte Schweigen des Priesters fragt der künftige Mörder, ob er denn nichts dazu sagen wolle. „Not right now, no. But I’m sure I’ll think of something. By Sunday week”

Irische Filme zeichnen sich in der landläufigen Vorstellung – oder wenigstens in meiner – vor allem durch ihren warmen und lebensbejahenden Charme aus. Schrullige und wahrhaftige Charaktertypen, meistens schon im Rentenalter, die mit Knollennasen, geröteten Bäckchen und braun-grauen Schlapphütten in dem heimeligen Pub um die Ecke, in dem sich meist sowieso das halbe Dorf befindet, leckere Pints kippen und zu der unverkennbaren, irischen Folkloremusik lebenslustig-spastische Tänze  vollführen, freudig brüllend, ab und zu unterbrochen von einer nie wirklich bös gemeinten Rauferei oder sich selbstständig gemachten Pint-Gläser, welche beim freien Flug durch den Kubus des Pubs allenfalls den lästigen Nachbarn, welchen man schon jahrelang auf dem Kecker hatte, am Hinterkopf touchieren. Meistens haben dann die zentralen Handlungstreiber auch mit der seit Ewigkeiten festgefahren Hackordnung in der Gemeinde zu tun,  welche plötzlich und unerwartet von etwas Neuem gestört wird, sei es, dass ein alter Strolch das vermeintlich grosse Los beim Lotto zieht (Waking Ned Devine) oder dass einem Fischer aus Versehen eine Meerjungfrau ins Netz geht, diese mit nach Hause nimmt und damit die Dorfbevölkerung hochgradigen Irritationen aussetzt (Ondine – Das Mädchen aus dem Meer).

Diese Elemente findet man in „Calvary“ auch, sind sie doch keine Erfindung der Filmstudios, sondern spiegeln zu grossen Teilen auch die echten irischen (Land-)Verhältnisse wider. Die Geschichte spielt in einem abgelegenen kleinen Dorf in Strandhill in County Sligo an der Atlantikküste Irlands und die wenigen Protagonisten sind schon fast klischierte Abbilder der gängigen Vorstellung von einer irischen Dorfgemeinschaft. Neben der Hauptperson, James Lavelle (kongenial dargestellt von Brendan Gleeson), der fürsorgende und in der Gemeinde tief verankerte Dorfpriester, welcher intellektuell seinen Schäfchen inkl. seinem nerdigen, ignoranten und rückgratlosen Junior-Priester haushoch überlegen, aber trotzdem vor den irdischen Schwächen wie Alkohol nicht gefeit ist und sich schon mal wild um sich schiessend in einem Pub vorfinden kann,  finden wir die seelisch beschädigte, offen untreue Ehefrau, ihren – in der Gemeinde natürlich einzig schwarzen – Geliebten, den offiziellen Ehemann, dem Metzger, welcher über die Affäre seiner Frau mehr erleichtert und froh, als eifersüchtig wäre und deshalb auch im Pub mit dem Geliebten regelmässig Schach spielt, der fundamental-buddhistische und trotzdem immer leicht aggressive Barbetreiber, der soziopathische (und selbstverständlich kriminelle) stinkreiche Bankier namens Fitzgerald im leicht abgelegenen Landsitz, der sympathisch-korrupte Polizeivorsteher mit seinem hypernervösen Latino-Callboy-Lover und der – genau – steinalte schrullige alte Schriftsteller mit Knollennase, welcher auf einer nahen Insel seinen letzten Roman schreibt und zynisch vermeldet, dass man erst dann wirklich alt ist, wenn niemand sich mehr getraut in seiner Gegenwart das Wort Tod in den Mund zu nehmen. Er ist es auch, der den Priester bittet, ihm eine Pistole zu besorgen, offenbar um ihm einen menschenwürdigen Abgang zu ermöglichen, wenn es dann soweit sein sollte…

In sieben – von jedem Wochentag bezeichneten – unterteilten Kapiteln macht sich der Priester daran, wofür ihm sein künftiger Mörder auch den Aufschub gewährt hat und zwar die unerledigten Konflikte in seiner Gemeinde zu klären, sich seiner ihm entfernten Tochter (Kelly Reilly – „Flight“, „True Detective“) wieder zu nähern, welche ihn in dieser Woche nach einem Selbstmordversucht besucht und seine ganz persönlichen Wertvorstellungen inkl. seinen Glauben auf den Prüfstein zu stellen. Und obschon er sich – neben dem mörderischen Ultimatum – den stetigen Anfeindungen, unmoralischen Handlungen, zynischen Gesinnungen, kompletter Orientierungslosigkeit und spiritueller Degenerierung, nicht nur der Dorfbewohner, sondern auch seiner Tochter, ausgesetzt sieht, kämpft er tapfer dagegen an, den Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren.

Einer der inszenatorischen Kniffs, welcher Michael McDonaugh („The Guard“) – Bruder von Martin McDonaugh („Brügge sehen und sterben?“/“7 Psychos“), clever einsetzt, ist die Tatsache, dass der Priester ja von Anfang an weiss, wer sein möglicher Mörder ist, was dem Zuschauer aber erst am Schluss enthüllt wird. Dadurch stellt man sich bei jedem Schäfchen der Gemeinde, welches mit ihm in Kontakt kommt, die entsprechende „could it be?“ Frage, was den Spannungsbogen durch den ganzen Film hindurch hoch hält und den Freiraum schafft, um die eigentliche Essenz dieses Stoffes, eine Art Kreuzweg des Pfarrers, welcher wie das grosse Vorbild, quasi unter den Augen seines Henkers mit den unvermeidlichen Selbstzweifeln und Quallen von statten geht. Nicht umsonst heisst der Film Calvary. Der Kalvarienberg vor den Toren Jerusalems ist der Ort auf dem Jesus schliesslich gekreuzigt worden ist.

Die Nachwirkungen des wirtschaftlichen Kollapses von Irland immer noch latent spürbar, geht die Erzählung – trotz bitterem Witz und verzweifeltem Sarkasmus – einen grundsätzlich ernsten und Ironie freien, konsequenten Weg und gleicht in diesem verdichtetem Diskurs über den Stellenwert von Moral und Ethik, Schuld und Vergebung und die Konfrontation mit dem eigenen Tod einer heroischen Helden-Saga biblischen Ausmasses und thematisiert nebenbei – unaufdringlich und doch akkurat – den Platz und die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche in der heutigen Gesellschaft, welche speziell in Irland nach dem Bekanntwerden der eklatanten Missbrauchsfälle in der jüngeren Vergangenheit einen fundamentalen Vertrauensverlust erlitten hat. Dies alles aber ohne didaktischen  Zeigefinger oder der Präsentation einer erlösenden Wahrheit. Wie wir alle, leidet James Lavelle an der Unzulänglichkeit unseres Wesens und den Launen des Lebens. Aber er schreitet voran, mit Würde, Mitgefühl, Stärke und Liebe und dem Wissen, dass dem vorbestimmten Schicksal so oder so nicht zu entgehen ist. Allenfalls sogar schon am nächsten Sonntag nicht mehr.

Konklusion: In rauen und kraftvollen Bildern unterlegt mit einem gänsehauterzeugenden bombastisch-klerikalen Soundtrack setzt uns Michael McDonaugh eine dichte, wahrhaftige und emotional mitreissende Erzählung mit subkutaner Langzeitwirkung um den Kreuzweg eines irischen Pfarrers vor, der in einer Woche die Erlösung mit sich, seiner Tochter und seiner Gemeinde finden muss. Trotz schrulligen und sarkastischen Szenen mit schrägen Typen und abgefahrenen, überdrehten Einschüben, ein zutiefst nachdenkliches, düsteres und konsequentes Werk, aber mit einer stark humanistischen und  – ja – christlichen Botschaft, unter Vermeidung einer eigentlichen Rhetorik der Moral. Trotzdem oder gerade deswegen auch für Atheisten interessant. Ein verpasster Kandidat für die Liste der besten Filme von 2014! Sheep on me!;)

Prescription for: Confrontation with dead, religious doubts, family issue, problem solving within society, dealing with forgiveness, dealing with pressure

Listen to: Soundtrack “Calvary” from Patrick Cassidy

Calvary, IE/UK 2014, 101 min., written and directed by John Michael McDonagh, with Brendan Gleeson, Chris O’Dowd, Kelly Reilly, Aidan Gillen

 

Game of Thrones – Did you know?

What is there to say…no introduction needed, no comments have to be added, the words: Winter is coming & You don’t know nothing, Jon Snow stand synonymously for great entertainment where no one is save from being killed off!

Just in time for the NEW SEASON’S kick off (and in preparation for “Winter”) The Dreaming Sheep has compiled a list of some rather interesting little snippets.

Here we go:

  • Alfie Allon (Theon Greyjoy) is the brother of pop singer Lily Allen.

Alfie Allon

And was engaged to Jaime Winstone, who’s the daughter of Ray Winstone (they broke off their engagement after two years though).

article-1263338-08F985EF000005DC-66_468x555

 

 

  • Sophie Turner (Sansa Stark) adopted Lady

The Northern Inuit Dog who played her Dire Wolf on the show called Zunni in real life and lives with her and her family.

18xhzhpeo3s2sjpg

The dire wolfs went of course extinct about 10’000 years ago. They were about the size of a grey wolf but were much heavier in built. Now, the dire wolf project is attempting to resurrect the species from their grave. Well, almost. The breed is actually called American Alsatians. The dogs have little genetic material in common with the real dire wolf and are not as big, which is just as well as the real deal was extremely big and heavy and may not be suited to snuggle up with you on the sofa to watch GoT. They look rather similar though and the breeding association claims that they are much calmer in temperament than many other wolfhound species. With USD3’000 a puppy the association is cashing in on the hype and you might be better off training your poodle to look grim and fierce.

American Alsatians

 

 

  • GoT is the most pirated show in the world

According to the file sharing website TorrentFreak, more people are illegally downloading GoT than any other show in the world.

 

  • Westeros has quite the wine list

Even after the massacre at the red wedding (which led to Joffrey’s death by poison) there is a culinary guide available to a GoT inspired Menu including wine suggestions. The Inn at the Crossroads features the official GoT cookbook “a Feast of Ice and Fire” detailing meals such as “Dothraki goat roasted with sweetgrass, firepods, and honey” and “Tywin’s Rack of Venison” (“Theon’s sausage” is not on the list, luckily). The menu even includes a vegetarian section. Meanwhile, wine blog Vinepair have created a fictional guide to the wines of Westeros. (The blog recommends the “Tempranillo-driven dry red blends” of Dorne, and the “underappreciated Cabernets” of House Lannister.)

 

  • Jojen Reed (Thomas Brodie-Sangster) is the kid from Love, Actually.

enhanced-buzz-30342-1368632206-2

 

 

  • Viserys Targaryen (Harry Lloyd) is the great-great-great grandson of Charles Dickens.

enhanced-buzz-29482-1368541303-28

 

 

  • Peter Dinklage is vegetarian

Any time you see him eating “meat” on screen, it’s actually tofu.

enhanced-buzz-22454-1368632837-9

 

 

 

  • Jon Snow (Kit Harington) is dating Ygritte (Rose Leslie) in real life.

Kit-Harington-dating-history-and-girlfriend-rumors-rose-leslie

 

 

  • Mother of Dragons? How about Mother of Sea Slugs?!

In 2013, researchers discovered a new species of sea slugs off the coast of Brazil. The marine biologists who discovered the species, were struck by the similarity of the creatures’ skin colour and it’s resemblance of the hair and skin tones to the famous mother of dragons; Daenerys Targaryen, otherwise known as ‘the Khaleesi’. In honour of the warrior queen, (Emilia Clarke), the team decided to name their new find Tritonia khaleesi. The researchers have stated that the sea slug has a silver strand on its back, which “is especially reminiscent of the Khaleesi’s hair”… that is truly SciFi for Science. 🙂

Slugs

French joie de vivre – Une nouvelle amie

Manchmal überkommt mich eine Sehnsucht nach einem Zustand, in dem das Praktische,  Rationale auf die Seite tritt und den Platz für die Ausgelassenheit und Spontanität räumt. Dann weiss ich – ein Franzose muss her, ein Film natürlich! Ein Schächtelchen Makronen, eine BFF-Freundin und der Spass im Arthouse Le Paris kann los gehen. Diesmal mit dem fünfzehnten Streifen des grossen französischen Frauenkenners François Ozon „ Une nouvelle amie”.

Wie bei den meisten Filmen von Ozon ist auch hier die Handlung auf ein paar Ereignisse beschränkt, die ausgiebig emotional interpretiert werden. Eine geliebte Frau, Mutter eines Babys, Tochter und Freundin stirbt in der Blüte ihres Lebens. Diejenigen, die in „ Une nouvelle amie“ damit klar kommen müssen, sind ihr Mann David (Romain Duris) und ihre beste Freundin Claire (Anaïs Demoustier). In erster Linie geht es in diesem Film um die Trauerarbeit.

Wenn es eine Hollywood-Produktion wäre, würden die Protagonisten höchstwahrscheinlich in einer Gesprächsgruppe oder auf der  Couch eines attraktiven Psychotherapeuten landen… Ein skandinavischer Film würde möglicherweise versuchen die Familienangehörigen zu involvieren, wonach alle Beteiligten noch stärker traumatisiert wären… Die Japaner könnten ihre Ahnen konsultieren… Auf jeden Fall hätte man recht häufig eine vage, manchmal eine deutliche Vermutung, wie das Szenario verlaufen könnte.

Was machen die Franzosen mit so einem Stoff? Man weiss es nie so genau. Bei einem französischen Film ist es selten möglich zu sagen, wohin er führt und wie er endet. Und deshalb ist es oft eine spannende Reise ins Ungewisse. Die Klischees werden zu Staub gemahlen, Erwartungen niedergeschmettert…Frische und kecke Interpretationen mit hoher Happyend-Wahrscheinlichkeit verblüffen anhaltend. Wenn das Leben die Tristesse verbreitet und die Nachrichtenströme entmutigend wirken, bemühen sich die Filmschaffenden stets die Leichtigkeit des Seins hervorzuheben.

So ist es auch flagrant in „ Une nouvelle amie“ zu spüren. Und obwohl es um Verluste, Identitätskrisen, Unfälle, Depressionen, sogar um die Nekrophilie geht, ist dieser Streifen keine schwere Kost. Er ist mit so einer Leichtigkeit und einem Lebensdurst gezeichnet, dass es einem ganz warm ums Herz wird. Ohne den moralischen Kompass aus den Augen zu verlieren, wie einst bei Roberto Benigni (La vita è bella, 1997), wird das Schwere, fast Unerträgliche in eine sanfte humanistische Hülle eingewickelt. Und so können wir die Verwandlung des Davids in Virginia relativ schmerzfrei geniessen.

Eher zufällig entdeckt Claire die alte Passion Davids, sich als Frau zu verkleiden, welche nach dem Tod seiner Ehefrau erneut entflammt. Zuerst skeptisch und dann zunehmend wohlgesinnt begleitet sie ihn bei seiner Identitätssuche. Und so erholen sich die beiden Trauernden von ihrem Kummer. Die Tragik des Verlustes wird von der Neugier und Entdeckungsfreude verdrängt.

Abgesehen vom Selbstfindungstrip ist „ Une nouvelle amie“ eine Hommage an die Weiblichkeit, die auch in den anderen Filmen von Ozon auffallend präsent ist  („8 femmes“, ,„Swimming Pool“, „Potiche“, „Jeune et jolie“…) Fasziniert von allem, was das Frauendasein umgibt (High Heels, Nylonstrümpfe, Perücken, Kleider, Mascara, Rouge, Nagellack…) stürzt sich David mit Hingabe in die neue Rolle, bekommt von Claire Tipps zur Umsetzung der Make-up-Ritualen und – für ihn besonders wertvoll – auch ihre Anerkennung.

Langsam findet Claire Gefallen an ihrer neuen Freundin Virginia und entdeckt sogar den erotischen Reiz an der Verkleidungsgeschichte. David ist beides und kann beides sein.  Anders als Männer, die eine Frau eher als Gesamtkonzept sehen, ist er in der Lage die Details wahrzunehmen (die Farbe des Lippenstifts, den Schnitt des Kleides, der vorteilhaft für die Taille wäre…) So verwandelt sich auch die anfänglich graue Maus Claire in eine sinnliche Frau. Allmählich nehmen die Transvestismusverwicklungen gefährliche Ausmasse an: Claire ist verheiratet, David muss sich um seine Tochter kümmern…

Doch so abgründig wie in Almodóvar’s Welten (z.B. „Todo sobre mi madre”, 1999, „La piel que habito“, 2011;  – „Une nouvelle amie“ basiert auf einer Geschichte der britischen Bestsellerautorin Ruth Rendell, die Pedro Almodóvar auch schon verfilmte) wird es nicht werden. Nach einem Autounfall, welchen Claire indirekt verursacht, ist sie bereit, Virginia bedingungslos zu unterstützen. Etwas unrealistisch und dick aufgetragen, aber so wünschenswert!

Unverkennbar, wie die meisten Filme von Ozon, besteht „Une nouvelle amie“ ebenfalls aus einem musikalischen Feuerwerk, das die verschiedenen Stimmungen aufgreift und eine ergänzende, oft sogar richtungsweisende Funktion im Filmskript spielt. So wird ein Wendepunkt in David’s/Virginia’s Überlegungen markiert – in einer Szenebar mit dem alten französischen Chanson „Une Femme avec Toi“ von Nicole Croisille,  das von einem/einer Transvestit-Sänger/Sängerin grandios neu interpretiert wurde. Ein Befreiungsakt par excellence!

Conclusion: „ Une nouvelle amie“ ist ein liebenswerter Film mit all den Freuden und Verwirrungen, die zu einem französischen Film gehören. Ihn anzuschauen ist ein freudiges, abenteuerliches Ereignis. Im Übrigen, da es um die Selbstbestimmung als absolutes Menschenrecht geht, ist er auf der Augenhöhe der Zeit. In vielen Ländern und Kulturkreisen wird das Anderssein missbilligt, verpönt und bestraft. Deshalb ist er wie ein Lichtstrahl der Toleranz und ein klares Statement in einem Land,  wo der Kulturkampf  um die Homo-Ehe trotz der gesetzlichen Konformität noch nicht abgeschlossen ist.

Prescription for: process of grieving, transvestism, identity problems, self-disclosure, inner guidance,  striving for endorsement, intolerance, courage 

Une nouvelle amie (Eine neue Freundin), France 2014, 105 min., directed by François Ozon, with Jonathan Louis, Roman Duris, Anaїs Demoustier  

A little ode to one of the piu grande film di tutti I tempi out of the shadow of Nassau – La Grande Bellezza

From the onset of this movie – one is literally taken by the hand on a journey to a place a select few have experienced and the rest only wish to be on.

The Great Beauty,” a terrestrial of knife-throwers and dwarves and epic parties and crumbling majesty. The deliriously multifaceted Jep, channels us through the chronicles of a 65-year-old luminary journalist, a man of haberdashery, a tantalizing womanizer who wrote an aspiring first novel 40 years ago and has consumed his evenings since then at nightclubs, art galleries, theaters, readings and too many all-night parties to count. Jeb didn’t just want to become part of Roman society, he recounts, he wanted to be its king; he didn’t want to be invited to the best parties, he wanted the power to ruin them. Now, speaking as a Poor Man’s version of James Bond, even in the substitute social cosmos of Roma the foundation of Jep’s prosperity and unaltered freedom would be an enigma for even 007 himself to unravel. Jeb sold his soul for an awe-inspiring penthouse apartment overlooking the Coliseum, an impeccably tailored designer wardrobe and a rotating cast of lovers that would tempt the devil himself for a similar deal. Jep had a life many other people would kill for, yet he’s burned out on it completely, and long ago lost track of the distinction between pleasure and boredom. “We’re all on the brink of despair. All we can do is look each other in the face, keep each other company, and joke a little. Don’t you agree?”

There’s an exhilarating sadness to it all that amounts to cinematic poetry and brilliance!

By INCOGNITO 2 SEE